Die Not und ihre Wende

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Oft unterdrücken sich die, welche sich nach aussen lautstark als Minderheit gegen die Mehrheit beklagen innerlich genauso. Sie verfolgen sich mit Selbstzweifel und geben sich der auf Grund einer Lüge selbstgemachten Energie, der E-motion hin, um auch Er-folg zu haben, statt sich zu sein.  So greifen sie auch in der inneren Auseinandersetzung in der Minderheit, mit der sie sich nach aussen identifizieren, einander an. Damit wird die innere Not angeheizt, die man dann auf die Mehrheit projiziert, um den inneren Zusammenhalt im Kampf dagegen behalten zu können. So verschreibt sich der Mensch zuerst seinem kleinen Ego, den eigenwilligen Emotionen, um damit dann Teil eines Mobs zu werden, in dem sie sich als inhaltsleere Energie ins Ganze entleert - ohne dass dabei jemand etwas lernt...

Entweder
man ist
auf der Seite des Problems, das

NOT

v=vorbereitet
a
=ausarbeitet
m
=multipliziert
e
=etabliert

oder
man ist
auf der Seite
der
Lösung,
mit der man die so vom Menschen geschaffene Not

mit Ov

wendet:

In beiden Fällen wird man neue
Objectivs, seien es Objekte, über die man  zur Symptom-
verlagerung verfügen können will,
oder
Projekte zur Problem-
lösung, mit der man eine bessere Orientierung schaffen will, in die Welt setzen:

Im ersten Fall geht man ein selbst- und zweiten ein fremd-
bestimmtes Risiko ein und wer damit zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben...

 

In einer von Emotionen bestimmten Praxis werden im Kollektiv selten kreative Organisation neu
bulletv=vorbereitet, denn jedes Unternehmen lebt bereits in seinem «Schneckenhaus». Die 80:20 Regel von Pareto gibt dabei eine Rechtfertigung, dass im Wesentliche alles beim Alten bleibt: Zu 80% ist das Unternehmen ja schon als eine «kreative Organisation»
bulleta=ausgearbeitet, wie hätte man damit denn sonst so lange im Markt durch die
bulletm=Multiplikation seines Angebotes überlebt? Die restlichen 20%, die notwendig sind, um sich an der Spitze zu
bullete=etablieren, sind dann das eigentliche Thema meist für Alibiübungen, weil "man" keine heiligen, d.h. etablierte Kühe geschlachtet haben will.

Statt dessen werden einfach weiter Spitzenleistungen von flexibel denkende Mitarbeitern als Untergebene, Vorgesetzte, oder im Team gefordert, sei dies durch effiziente Umsetzung einmal vereinbarter Ziele, oder durch die Motivation zum Versuch und Irrtum angesichts des inhaltsleeren Urteils des Gruppen- oder Zeitgeistes. Und doch meinten Ende 1999 ein Netzwerk von Schweizer Professoren im Namen einer sozialverantortlichen Wirtschaft, 10 Jahre der heiligsten aller Kühe, die des Share Holder Values seien genug:
bulletKulturell ml-mässig gesprochen haben wir uns in die cvk-Sackgasse manövriert, in der es nur noch darum geht, an der Börse zu überleben.
bulletOK-Zeitgeistkonform zeichnet sich ab, dass es mit der gleichen RP-Überzeugungstechnik, die zum vom Share Holder Value bestimmten Rahmen geführt hat, nicht mehr weiter gelingt,
bulletF1-3 Macht und F4-6 Einfluss über die in F7-9 so fremdbestimmten Menschen zu behalten, und darauf reagieren Professoren:

Denn genau an diesem Punkt scheiterte der F1-3 Kommunismus und wir schlittern nun in die gleiche Sackgasse "auf höherer F1-6 Ebene". Der mit F4-6 zur Religion hochgepuschte Bezug zur Virealität des Geldes hat seine F7-9 Zugkraft verloren, und darüber hinaus ist kein Ersatz in Sicht, als der Rückbezug zu den damit kannibalisierten personen-neutralen F2,5,7 Kulturwerte, dessen Scheitern ja zum inhaltsleeren F1,4,9 Share Holder Value geführt hat. Damit ist aber das persönlich Relevante, der materielle Wohlstand (F3), Kontrolle (F6) und der notwendige, Rechtzeitig Projekt-Orientierten Kompetenzaustausch, RPOK© in Frage gestellt.

In der Moderne v=bereitete man mit Geld mit 8% Rendite die Produktivität vor. Dabei war Geld noch wie Energie, inhaltsleeres Mittel zum personen-neutralen Zweck.
In der Postmoderene aber wurde es mit 30% Rendite zum Mass aller Dinge a=ausgearbeitet.
Was als Möglichkeit zur Inflation und m=Multiplikation des emotional eigensinnigen Egos damit begann, dass man sich mit Geld weit mehr Ressourcen und Menschen verfügbar machen konnte, als mit Persönlichkeit, Kompetenz und Macht,
hat sich nun als eine Eigendynamik e=etabliert, die uns immer mehr als seine Zauberlehrlinge überfordert.

Damit können wir resignieren oder mit unserem Scherflein versuchen, im Trockenen verbleibend, in einer beschränkten und zunehmend beschränkenden Welt, uns wieder auf den elementaren emotionellen Überlebenskampf einzustellen.
bulletWir haben damit gelernt, für den kleineren Teil der Welt die unmittelbare Bedürfnisbefriedigung einzuführen und damit unter den wirklich Mächtigen Frieden zu stiften. Die dazu verwendete Technologie hat aber inzwischen die Unmöglichkeit der Globalisierung, im Sinne der allgemeinen Verfügbarkeit dieses realen "Segens" für Jedermann, mit ihren  Restrisiken offenbart.
bulletSo begann man die Flucht nach vorne in die virtuellen Werte der Zukunft.
bulletDoch mittlerweile zeichnen sich die damit verbundenen Sozialrisiken in der Sinn- und Orientierungslosigkeit dieser Beliebigkeit ab, und das was, früher die Kultur ausmachte,
bulletdie Wahrheit ist zur Ware geworden.

Nachdem wir aber inzwischen die Kultur, mit Emotionen, wie mit einem Schwert zivilisiert umzugehen, weitgehend als "Added Values" kannibalisiert haben, besteht nun die Gefahr des Überhandnehmens des inhaltsleeren Sozial Darwinismus. Das würde "natürlich" die Thesen der Professoren über die Gesellschaftsentwicklung in der medial aufgearbeiteten Retorte der (in Bezug auf ein Menschenalter) jetzt schnellen Geschichte bestätigen. Damit hätten sie recht und könnten sich weiter das Recht herausnehmen, noch mehr solche "Self-fulfilling Prophecies" in die Welt zu setzen und damit ihre Machtpositionen zu halten.
bulletDer bisher allerdings gescheiterte Versuch, Genfood einfach über die Köpfe Konsumenten hinweg einzuführen, zeigt, wohin die Reise gehen soll!
bulletHaben Sie genügend Share Holder Value in der Kriegskasse, um diese nächste Phase der Geschichte zu überleben?
bulletDamit werden nämlich die Profiteure einer fehlgeleiteten Vergangenheit einmal mehr zu den Leithammeln der Zukunft!
bulletKurz, der eingesetzte Rechtsrutsch wird sich verschärfen und ist von Links nicht mehr aufzuhalten.

Mit der so geschaffenen, statt mit vame gewendeten Not, kommt ein Zeitalter zu Ende, wie es auch durch den Milleniumübergang angezeigt ist. In der damit zusätzlich am Horizont aufziehenden Not stell sich die Systemfrage im Hinblick, was zu deren Wende v=vorzukehren, als Neues System a=auszuarbeiten, in den Köpfen zu verbreiten und zu m=zu multiplizieren, und im Kollektivs zu e=etablieren ist. Nur so können wir, wie angesichts der Sprachlosigkeit hinter den DDR-Mauern, wie deren Bewohner 1989, unsere Sprache zur heute notwendigen Wende wieder finden, statt dem Zeitgeist einmal mehr fremdbestimmt der weitere, bisher unselige Wandel der Geschichte zu überlassen.

Uns so sagte Pipilotti Rist, nachdem sie in ihrer Not die Sprache wieder gefunden hatte: "Nicht die Künstler waren die Chaoten (an der expo.01), sondern die Manager", und ich sage: Letztlich sind die Manager selbst bloss Opfer des Ihnen von Professoren mit Schwarzkunst eingeflössten, gen-manipulierten Wissens, das sie allerdings im Hinblick auf sich damit erhoffte Positionen und Renditen, begierig verinnerlichen. Dabei steht "gen" für "generell politisch korrekt", was heute anstatt des natürlich, wirklichkeitsbezogenen angeboten wird. Mit Gen-Kartoffel gefütterte Ratten sollen Magenprobleme bekommen haben. Tatsache ist, das mit gen-Wissen konditionierte Manager Opfer von Denkkatastrophen werden, die nicht nur Stress, sondern globalisiert, Humankatastrophen verursachen. 

Hinter diesen Zeilen steht bei mir die Sehnsucht nach einem Leben, dass es nicht mehr gibt, vielleicht noch nie gab, das aber allein lebenserfüllend und damit sinnvoll anzustreben ist.

[Kontext]