Die Not und ihre Wende |
|
Oft unterdrücken sich die, welche sich nach aussen lautstark als Minderheit gegen die Mehrheit beklagen innerlich genauso. Sie verfolgen sich mit Selbstzweifel und geben sich der auf Grund einer Lüge selbstgemachten Energie, der E-motion hin, um auch Er-folg zu haben, statt sich zu sein. So greifen sie auch in der inneren Auseinandersetzung in der Minderheit, mit der sie sich nach aussen identifizieren, einander an. Damit wird die innere Not angeheizt, die man dann auf die Mehrheit projiziert, um den inneren Zusammenhalt im Kampf dagegen behalten zu können. So verschreibt sich der Mensch zuerst seinem kleinen Ego, den eigenwilligen Emotionen, um damit dann Teil eines Mobs zu werden, in dem sie sich als inhaltsleere Energie ins Ganze entleert - ohne dass dabei jemand etwas lernt...
Entweder NOT v=vorbereitet oder mit Ov wendet: In beiden Fällen wird man neue Im ersten Fall geht man ein selbst- und zweiten ein fremd-
| In einer von Emotionen bestimmten Praxis werden im Kollektiv selten kreative Organisation neu
Statt dessen werden einfach weiter Spitzenleistungen von flexibel denkende Mitarbeitern als Untergebene, Vorgesetzte, oder im Team gefordert, sei dies durch effiziente Umsetzung einmal vereinbarter Ziele, oder durch die Motivation zum Versuch und Irrtum angesichts des inhaltsleeren Urteils des Gruppen- oder Zeitgeistes. Und doch meinten Ende 1999 ein Netzwerk von Schweizer Professoren im Namen einer sozialverantortlichen Wirtschaft, 10 Jahre der heiligsten aller Kühe, die des Share Holder Values seien genug:
Denn genau an diesem Punkt scheiterte der F1-3 Kommunismus und wir schlittern nun in die gleiche Sackgasse "auf höherer F1-6 Ebene". Der mit F4-6 zur Religion hochgepuschte Bezug zur Virealität des Geldes hat seine F7-9 Zugkraft verloren, und darüber hinaus ist kein Ersatz in Sicht, als der Rückbezug zu den damit kannibalisierten personen-neutralen F2,5,7 Kulturwerte, dessen Scheitern ja zum inhaltsleeren F1,4,9 Share Holder Value geführt hat. Damit ist aber das persönlich Relevante, der materielle Wohlstand (F3), Kontrolle (F6) und der notwendige, Rechtzeitig Projekt-Orientierten Kompetenzaustausch, RPOK© in Frage gestellt.
Damit können wir resignieren oder mit unserem Scherflein versuchen, im Trockenen verbleibend, in einer beschränkten und zunehmend beschränkenden Welt, uns wieder auf den elementaren emotionellen Überlebenskampf einzustellen.
Nachdem wir aber inzwischen die Kultur, mit Emotionen, wie mit einem Schwert zivilisiert umzugehen, weitgehend als "Added Values" kannibalisiert haben, besteht nun die Gefahr des Überhandnehmens des inhaltsleeren Sozial Darwinismus. Das würde "natürlich" die Thesen der Professoren über die Gesellschaftsentwicklung in der medial aufgearbeiteten Retorte der (in Bezug auf ein Menschenalter) jetzt schnellen Geschichte bestätigen. Damit hätten sie recht und könnten sich weiter das Recht herausnehmen, noch mehr solche "Self-fulfilling Prophecies" in die Welt zu setzen und damit ihre Machtpositionen zu halten.
|
Mit der so geschaffenen, statt mit vame gewendeten Not, kommt ein Zeitalter zu Ende, wie es auch durch den Milleniumübergang angezeigt ist. In der damit zusätzlich am Horizont aufziehenden Not stell sich die Systemfrage im Hinblick, was zu deren Wende v=vorzukehren, als Neues System a=auszuarbeiten, in den Köpfen zu verbreiten und zu m=zu multiplizieren, und im Kollektivs zu e=etablieren ist. Nur so können wir, wie angesichts der Sprachlosigkeit hinter den DDR-Mauern, wie deren Bewohner 1989, unsere Sprache zur heute notwendigen Wende wieder finden, statt dem Zeitgeist einmal mehr fremdbestimmt der weitere, bisher unselige Wandel der Geschichte zu überlassen.
Uns so sagte Pipilotti Rist, nachdem sie in ihrer Not die Sprache wieder gefunden hatte: "Nicht die Künstler waren die Chaoten (an der expo.01), sondern die Manager", und ich sage: Letztlich sind die Manager selbst bloss Opfer des Ihnen von Professoren mit Schwarzkunst eingeflössten, gen-manipulierten Wissens, das sie allerdings im Hinblick auf sich damit erhoffte Positionen und Renditen, begierig verinnerlichen. Dabei steht "gen" für "generell politisch korrekt", was heute anstatt des natürlich, wirklichkeitsbezogenen angeboten wird. Mit Gen-Kartoffel gefütterte Ratten sollen Magenprobleme bekommen haben. Tatsache ist, das mit gen-Wissen konditionierte Manager Opfer von Denkkatastrophen werden, die nicht nur Stress, sondern globalisiert, Humankatastrophen verursachen.
Hinter diesen Zeilen steht bei mir die Sehnsucht nach einem Leben, dass es nicht mehr gibt, vielleicht noch nie gab, das aber allein lebenserfüllend und damit sinnvoll anzustreben ist.
[Kontext]