1.1.1.3  Konditionierung

Zusammenfassung im Kontext

Nachdem der von Maliks Problemanalyse geneigte Leser von ihm überzeugt ist - und dafür sprechen ja die ihm schon bekannten Fakten und Erfahrungen - dass die bekannte Managementlehre daneben ist, und ihm nun in der Hoffnung auf einen Rettungsanker sein Ohr leiht, kann die sublime Konditionierung auf die Neue Ordnung beginnen:

  1. Da es leichter sei Organisationen, besonders die der Wissensgesellschaft als Mitarbeiter zu ändern, um die Stärken zu nützen und ihre Schwächen zu kompensieren, solle man auf diese Karte setzen meint Malik. 

  2. Es sei der Sinn von Teams, es den Menschen leichter zu machen, Leistungen zu erbringen. Noch sei in den meisten Organisationen das Gegenteil der Fall; sie machen es den Menschen schwer, effektiv, produktiv, effizient und innovative zu sein. Was dann zu den zum Scheitern verurteilten Versuchen führt Menschen personen-neutral zu entwickeln und zu verändern.

  3. Es geht Malik also um die Anpassung der Organisation an den Markt und entsprechend den Mitarbeitern gegenüber.

  4. Damit werden Management und Politik zu wichtigen Funktionen in der Gesellschaft, seien aber, sagt der Professor für Managementlehre ohne allgemeine Ausbildung

  5. Die Politik sei, im Vergleich zum Management nicht mehr so wichtig: Das Letztere Management wird dort notwenig, wo dem Ersteren, der Politik die Macht fehlt.

  6. Politik kann damit in einer deregulierten Welt ohne Management nicht mehr viel bewegen oder verhindern; sie wird weitgehend irrelevant George W. Bush lässt grüssen!

  7. Damit fällt die mangelnde Ausbildung der Politiker nicht ins Gewicht. Im Management  ist es genau umgekehrt; es wird für immer mehr Lebensbereiche immer wichtiger und ein Mangel an zielgruppen- spezifischer Ausbildung könne wir uns nicht mehr leisten. 

  8. Ein entscheidender Grund, warum so viel Unsinn verbreitet werde, sei, dass ganz zuoberst nur inhaltsleer über Kosten und Dauer und über Themen nur im Sinn von Überschriften diskutiert werden; aber nicht ernsthaft an Inhalten gearbeitet werde. 

  9. Zuerst nehmen das Mitarbeiter vielleicht noch für bare Münze, glauben dann immer weniger und surfen einfach auf der Modewelle und stumpfen gegen jede ernsthafte Aus- und Weiterbildung ab. An entsprechenden Benutzerverhalten steht das Internet an, in das vordergründig investiert wurde, um damit ein Durchbruch in der Zusammenarbeit zu erreichen...  

  10. Man tut alles, um keine Viren auf den Computern zu haben, doch niemand sorge dafür erkannt Malik, dass keine falschen Ideen in den Köpfen entstehen.

  11. Managementausbildung sei zu einem Einfallstor für dummes Zeug verkommen und damit zum eigentlich Gefährlichen geworden! 

  12. Es gehe damit wieder um „handwerkliche Professionalität“ und um einen Standard, wie bei Piloten, Chirurgen und Richtern bezüglich der Qualität der Inhalte und der Dauer und Intensität. 

  13. Wichtig wäre es, meint Malik über seine Managementlehre, sie in jedes Studium einzubauen, denn alle üben ihren Beruf in einer Organisation aus.

  14. Jeder ist ein Spezialist und braucht Organisationen um wirksam zu werden, sonst ist er nutzlos und unbrauchbar.

Im Klartext,

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der Mensch an sich und die personen-neutralen Bemühungen der Politik sind irrelevant in einer inhaltsleer globalisierten Welt und um diese weiter voran zu treiben, soll man Malik's Professionalität und seine Normen, von denen aber nirgends die Rede ist, übernehmen - sich also des Kaisers neue Kleider anziehen

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Beides ist leicht zu begründen, da man ja mit den Menschen an den Idealen gemessen nur Enttäuschungen erlebt hat und die Politik auf dieser Grundlage immer mehr versagt, wie uns das z.B. in  Jerusalem und dem letzten Vorbild, der USA vorgeführt wird.

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Nun werden von Managern geschaffene Organisation an Stelle der kulturell gewachsenen und von Politikern beherrschte Staatsgebilde geschoben. 

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Und das von Managern, die sich nach Maliks Problemdefinition jeden Schwachsinn in der Managementlehre bieten lassen: Politiker müssen immerhin noch Red und Antwort stehen, der Sulzer Chef im Jahre 2000 brauchte nur eine trendig faule Ausrede, um sich aus seiner anspruchsvollen Verantwortung für u.a. Sulzer's Monopol auf den besten Textilmaschinen herauszureden.

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Genau so redet sich auch Malik vom eigentlichen Zweck der Wirtschaft heraus. Dieser besteht nämlich, nicht nur von der der Hochschule St. Gallen vergessen, darin, die materiellen Voraussetzungen für die Lebenserfüllung möglichst vieler Menschen zu schaffen.

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Es geht nicht sich darum, sich mit dem Share Holder Value im *3=Eigensinn selbst zu genügen!

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Es geht nicht darum, dass sich Systemhüter wie Malik in ihren Machtpositionen vom Leben abheben!

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Weil dies aber kaum mehr jemand zu auszudrücken wagt, kann Malik jetzt wie Hitler in "Mein Kampf" unverblühmt auf sich selbst in seinem Sinne erfüllende Prophezeiungen machen und weiter dozieren:  

  1. Die neue Unabhängigkeit ist nur eine scheinbare; in Wirklichkeit wird der Mensch, wenn es nach Malik und Konsorten geht, immer mehr von Organisationen vereinnahmt, und das ohne Rechenschaft. 

  2. Wir sind nicht so sehr von ihre Macht, sondern von ihrer Logik und Funktionsweise abhängig wie z.B. im Internet.

  3. Um mit dieser Fremdbestimmung umzugehen, werden sich immer mehr Menschen entsprechend selbst in ihren Beziehungen zu mehreren Organisationen gleichzeitig managen müssen: Damit entfällt der Grund für die Anmassung des Kollektivs, dem Menschen ein übergeordnetes Management zu geben; jetzt wird gnadenlos gefordert wie früher die Raubritter, die ihre Macht missbrauchten - bis das Mass voll ist!

  4. Zum richtig verstandenen Management gehört deshalb das Verständnis der Abhängigkeiten in Organisationen im Sinne der Anpassung daran.  Damit werde persönliche Macht abnehmen meint Malik, denn wo Macht gegeben sei, brauche man kein Management. Gerade das verstehen viele noch nicht und sehen Management noch im Zusammenhang mit, wenn nicht sogar in der Anwendung von Macht.

  5. Im Jahre 2000 sollen nach Malik 50-60% der Kosten die für Kopfarbeit sein, weshalb es diese produktiver zu gestalten gilt, besonders da ihr Kostenanteil bis 80% steigern werde: Wenn es aber mit der Simplifizierung so weiter geht wie bisher, kann man diese Arbeit, bald aus den Köpfen ganz in Computer outsourcen, denn für Manager Meetings braucht man meist nur das Zwischenhirn, zum Telefonieren und zum Stimmenzählen in Florida nur das Stammhirn.

  6. Computer haben ihre Effizient enorm gesteigert, die Menschen mit den bisherigen Methoden kaum.

  7. Produktive Kopfarbeit verlangt ein Management auf höchstem Niveau an Professionalität, klare und eindeutige Ziele und präzise Leistungs- und Qualitätsstandards und zwar auf Gebieten, die im bisherigen Denken als besonders schwierig gelten: Kurz die Lösung für den Professor ist ein Hybrid-Mensch mit Interface zum globalen Computernetzwerk, Handys sind der Anfang.

  8. Das höchste Niveau erfordert Konzentration auf das Wesentliche, Malik meint auf ganz wenige Schwerpunkte, keine Zersplitterung der Kräfte und ein kompromissloses Zeitmanagement, also lauter Qualitäten in denen uns der Computer schon lange unschlagbar ist.

  9. Und mehr als jedes andere Gebiet erfordert es die Konzentration auf die Stärken der Menschen, einschliesslich der eigenen Person.

  10. Dabei ist, und jetzt kommt Maliks Quintessenz, zu beachten, dass das, was man gerne tut nicht das ist, was man gut tut . Der wirklich relevante Zusammenhang sei der zwischen leicht fallen“ im Sinne der individuellen Stärke und „gut tun“ im Sinne der daraus resultierenden Ergebnisse . Damit werden Chatten, Autofahren und spontan mit dem Handy telefonieren zum Fähigkeitsausweis für Manager: Was einem aber leicht fällt, fällt einem meist nicht genügend auf und bleibe ungenutzt, und man bleibe in der Bekämpfung der Schwächen gefangen, meint Malik 

Das alles tönt wie die Webung von ORANGE; Do you speak Orange? Im Klartext, haben sie Ihre Moral und ihren Lebenssinn schon soweit überwunden, dass es Ihnen leicht fällt, dem *3=inneren Schweinehund freien Auslauf zu lassen?  Im Klartext, haben sie Ihre Moral und ihren Lebenssinn schon soweit überwunden, dass es Ihnen leicht fällt, dem *3=inneren Schweinehund freien Auslauf zu lassen? 

Zusammenfassend ziehen sich jetzt Management Gurus rechtzeitig auf inhaltsleeres Gerede zurück, nachdem ihr personen-neutrales Trendreiten zu nichts ausser ihrer Selbstdiskreditierung geführt hat. Gerade rechtzeitig, kurz bevor es und in den Wahlen im Jahre 2000 in den USA zum Stillstand gekommen ist. Alle Achtung für das Timing Herr Professor! 

Genauso machte man etwas länger das grosse Geld im e-Commerce mit inhaltsleeren Techniken der Form- und VerbreitungsGebung und wer da nicht als noch nicht programmierbares Scharnier zwischen Organisationen dabei ist, wird immer mehr, wie das Prof. Malik so schön formulierte, als nutzlos unbrauchbar.

Früher strebten die Menschen noch Machtpositionen in Staaten an, und die, welche die Zeichen der Zeit noch nicht begriffen haben, tun es immer noch, um die Politik ad absurdum zu führen - Es lebe die inhaltsleere Wirtschaft und der Mensch für sie, wo es noch nicht ohne ihn geht, ist Maliks sublime Botschaft

Dank Handy, SMS und Email sind wir ständig erreich- und damit c3-konditionierbar geworden! Das führt nicht zu mehr Zeit für uns Menschen, sondern für mehr Zeit, die Organisationen über uns haben. Was ist denn in der heutigen Zeit in inhaltsleeren Organisationen wie dem Big Brother House noch abwegig?

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